Das Silicon Valley – Hype oder wirklich ein Tal der Ideen

Das Tal der anderen Gedanken und Technik Riesen

Wer hat nicht schon mal von Facebook, Google, Apple, Uber, TESLA oder SpaceX gehört? Auch die Standford University sollte vielen ein Begriff sein. Natürlich ist nicht immer alles Gold was glänzt, aber wir müssen zugeben, das moderne Ideen und Technik aus der Technologie Branche ohne das Tal im Süden von San Francisco nicht entstanden wären.
Warum  ist da da so extrem anderes? Ist es das wirklich und wie kann man Arbeits- und Denkweisen nach Europa oder Deutschland transferieren? Es kann kein kopieren sein, denn dafür sind die Randbedingungen andere. Alleine die Arbeitsweise der Risiko Kapitalgeber ist in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Diese Venture Capitals geben viel Geld und Energie in einige Dutzend Firmen und Startups, in der Hoffnung das eine Idee ein exponentielles Wachstum hat. Dieses eine Unternehmen gleicht die Verluste der gescheiterten Ideen aus. Vielleicht hat man ja ein Unicorn unterstützt. Diese Hoffnung haben viele.
Der Unterschied zu Deutschland ist, das scheitern in dieser Gesellschaft als nichts negatives angesehen wird. Man lernt aus Fehlern.
Diese Fragen kann man durch das lesen von unzähligen Büchern natürlich beantworten. Eine kleine Auswahl meiner Bücher ist weiter unten zu sehen. Eines dieser Bücher inspirierte mich zu einer Tour durch dieses Tal volle Hightechfirmen. Ende August geht es los: Auf ins Silicon Valley mit Inspiration Tours.

Ich werde hier im Blog darüber berichten und natürlich so gut wie es geht meine Eindrücke wiedergeben.

Inspiration als Buch, Hörbuch, Kindle, Parodie oder Film, alles ist möglich: (Bilder Quelle: www.amazon.de)

Das Silicon-Valley-Mindset: Was wir vom Innovationsweltmeister lernen und mit unseren Stärken verbinden können

von Mario Herger

Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt

von Christoph Keese

Silicon Germany: Wie wir die digitale Transformation schaffen

von Christoph Keese

Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert – Die Biografie

von Ashlee Vance

Geek Silicon Valley: The Inside Guide To Palo Alto, Stanford, Menlo Park, Mountain View, Santa Clara, Sunnyvale, San Jose, San Francisco by Ashlee Vance

von Ashlee Vance

Zero to One: Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet

von Peter Thiel

The Second Machine Age - Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird

von E. Brynjolfsson

Deutschland digital: Unsere Antwort auf das Silicon Valley: Unsere Antwort auf das Silicon Valley

von Marc Beise & Ulrich Schäfer

Founders at Work: Die Anfänge erfolgreicher IT-Startups. 33 Pioniere im Gespräch

von Jessica Livingston

Von Nerds, Einhörnern und Disruption: Meine irren Abenteuer in der Start-up-Welt

von Dan Lyons

Silicon Valley - Eine Serie die die IT im Silicon Valley auf die Schippe nimmt.

TV-Serie von HBO
läuft derzeit auf Sky (Skygo)

Halt and Catch Fire - Eine Serie über die Anfänge der IT bis zur Entwicklung des Internet

TV Serie von AMC, läuft derzeit bei Amazon Prime

Bild Quelle: www.amazon.de

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endlich in San Francisco

Der Flug mit Hindernissen

Auf nach Kalifornien

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen… eigentlich sollte der Hinflug nach San Francisco unspektakulär werden, Flug aber Berlin mit Lufthansa nach München, dann Weiterflug mit United Airlines und einer Boeing 787-8 Dreamliner nach San Francisco. Die Ankunft war für den späten Nachmittag an der Westküste geplant. Ich war extra 2 Tage eher geflogen, damit ich mich an die Stadt gewöhnen kann und etwas Orientierung bekomme.
Daraus wurde nichts. Die Flugtickets druckt man am besten 24 Stunden vorher aus, das geht heute recht schnell im Internet. Gleichzeitig kann
man sich nach der Registrierung auch Nachrichten zum Flugstatus mailen lassen bzw. über eine App aus dem App Store anzeigen lassen. Da nicht überall Wifi oder mobile Daten verfügbar sind, schnell noch eine SMS Nummer des Smartphones hinterlegt.
Die erste SMS erreichte mich morgens um 4 Uhr. United Airlines Flug verzögert sich um 4-5 Stunden. Ok was soll es, fahre ja extra eher. In München war es dann so, die Maschine war wegen technischer Probleme erst später am Start. Aber wir saßen im Dreamliner und warteten auf der Rollbahn. Es wurde festgestellt, dass die Piloten heute schon zu lange im Dienst waren und die amerikanische Flugsicherheitsbehörde einen Flug nach Kalifornien untersagt hat. Ausweichflughafen ist Washington DC an der Ostküste. Dann sollte die Crew getauscht werden und aufgetankt und maximal einer Stunde der Weiterflug an die Westküste der USA beginnen.
Der Flug ging über die Niederlande, Großbritannien, Irland in den Norden der USA, an Boston und NY vorbei, bis nach Washington DC im Bundesland Virginia.
Die Crew zum Wechsel stand bereit, aber die Behörde bestand darauf, dass alle Passagiere mit ihrem Gepäck aussteigen, beim Immigration Officer die Einreise erhalten, ihre Koffer holen und neu Einchecken. Da aber den ganzen Tag in Virginia Gewitter und Regen war, gestaltete das Einchecken sich zu einer Geduldsprobe. Nach 2 Stunden in einer unendlich langen Schlange saßen wir wieder im Flieger, doors closed and ready for flight…
Nach 15 Minuten auf der Rollbahn wurde der Start jedoch abgebrochen, da das Zeitfenster geschlossen war. Also wieder zurück zum Terminal. Der Flug war gecancelt. Nun halb eins in der Nacht in Washington standen 300 Leute am Schalter der United Airline und wollten den Flug umbuchen. Die Mitarbeiter brauchen Geduld und Ausdauer, aber ich hielt gegen 2 mein Ersatzticket mit Upgrade auf Comfort Plus, ein Hotelvoucher für das Hyatt, ein Taxigutschein und 3 Essensgutscheine in der Hand. Das erhaltene Notfallset mit Zahnbürste und Rasierer war verstaut und ab ging es durch das nächtliche Washington ins Hotel. Vor der Airport tummelten sich zur nächtlicher Stunde auch genügend Uber Fahrer die ich auf der App gut beobachten konnte. Uber ist ein bequemer Fahrdienst der in Deutschland verboten ist, wenn man ihn jedoch einmal genutzt hat findet man ihn bequem und einfach. Smartphone raus, Ziel eingeben und los drücken…. kurze Zeit später erschien der Fahrer, fragt nach deinem Namen und los geht es. Da du die Fahrt in der App verfolgen kannst, den Service und den Fahrer bewertest, habe ich noch nie was negatives erlebt. Bezahlt wird per App bzw. mit der hinterlegten Kreditkarte etc., Rechnung kann man sich später drucken. Auch die Fahrer in Holland oder Lissabon sprachen offen über die Arbeitsbedingungen und fanden es immer angemessen.
Zwei Stunden Schlaf im Hotel, Dusche, rasieren, Frühstück und frisch aufgemöbelt ging es mit dem hoteleigenen Shuttle zum Airport Dullas zurück. Auf diesem Flugplatz spielt übrigens die Handlung des Spielfilms “Stirb langsam 2” mit Bruce Willis.
Im kostenlosem WLAN des Hotels hatte ich nochmal den Wochenplan der Inspiration Tour aufgerufen.
Ein Besuch bei Mozilla (vielen für die Entwicklung des Firefox bekannt), NASA und Stanford und vieles mehr stehen auf dem Plan.

Zurück am am Airport stand alles auf Go und so war es dann auch.
Gerade haben wir Pittsburgh überflogen, der Dreamliner mit Wifi und Entertainment Paket in jeder Rückenlehne hat das Ziel San Francisco international airport! Endlich. Die Odyssee soll nun wirklich nach 44 Stunden ein Ende haben, aber was nimmt man nicht alles in Kauf um das berühmte Tal im Süden von San Francisco das Silicon Valley zu besuchen.

 

 

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Sonntag – mit dem Rad über die Golden Gate Bridge

Was mache ich heute? Zu Fuß geht es zum nächsten bicycle rental 10 Minuten entfernt. Überrascht bin ich von der Einfachheit der Ausleihvorganges. In einem Square POS Terminal (Kartenleser und IPad) tippe ich meinen Namen ein, akzeptiere die Vertragsbedingungen und los geht es. Mit dem Fahrrad hinunter zum Pier39, wo ich am Abend schon die die Seelöwen beobachten konnte, weiter in Richtung Norden zum Golden Gate Park. Breite extra markierte Fahrradfahrstreifen wurden markiert und ich radele ganz gemütlich neben Joggern und anderen den Marina Boulevard entlang. Am Crissy Field kann man schon die ersten Blicke erhaschen, denn der Nebel verzieht sich langsam aus der Bucht und zeigt einen Teil der Brücke. Hunde tummeln sich zusammen mit ihren Herrchen am Strand. Nach kurzem Stop und Picknick am Warming Hut und etwas bergauf zur Brücke. Es ist windig und der Verkehr auf der Bridge ist enorm. Auf 6 Fahrstreifen schieben sich Touristenbusse, VANs und alle möglichen Fahrzeuge mit ca 40 Meilen pro Stunde über die Bucht. Natürlich kann man auch ab und zu einen Tesla Model S oder Model X sehen. Wenn davon mehr unterwegs wären würde der Lärmpegel angenehmer sein. Auf der anderen Seite wartet ein wunderbarer Blick auf die Bay und die Stadt auf mich. Alcatraz ist auch super zu sehen. Weiter geht es in die Stadt an der Horseshoe Bay vorbei nach Sausalito. Von da aus kann man mit der Fähre zurück in die Stadt. Für Fahrräder gibt es einen extra Parkplatz (3 Dollar) und am Info Point kostenloses WiFi um schnell mal nach Deutschland zu telefonieren. Wer hätte vor 5 Jahren gedacht, dass man ohne Kosten per Video App mal so einfach die Teile der Welt verbinden kann (WhatsApp und FaceTime machen es möglich). Gemütliche kleine Cafés und Lädchen machen Sausalito zu einem angenehmen Ausflugsziel. Im Starbucks schnell noch ein Kaffee und ab zur Fähre. Die Schlange ist jedoch sehr lang, so dass ich mich doch für den lauthals rufenden Taxifahre “only 20 Dollar and You are back in the city in 25 minutes” entschied. Also Fahrrad auf den Gepäckträger des Dodge (warum passen sich deutsche Taxis so selten an die entstehenden Situationen an) und ab über die Bridge in hoher Geschwindigkeit.
Alles in allem ein empfehlenswerter Ausflug mit vielen phantastischen Eindrücken.

 

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Techshop Toolsbox

Tag 1 – Los geht es mit der Inspiration Tour

Tag 1 der Silicon Valley Inspiration Tour

Alle 11 Mitglieder der Inspiration Tour trafen sich heute früh zum Breakfast im Café de la Presse. Wir wurden von Niki Ernst und Dr. Mario Herger herzlich begrüßt. Bei einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns noch mal gegenseitig vorgestellt.
Danach zum ersten Tagespunkt: Chris Brown von Intelygenz stellte uns die Arbeitsweise von AI Systemen vor. Mit künstlicher Intelligenz, genügend Rechenleistung und den notwendigen selbstlernenden Algorithmen können verschiedene Aufgaben gelöst werden. Schon heute nutzen Anbieter wie z.B. Netflix diese Technik um dir Filme und Serien nach deinem Geschmack oder Profil zu suchen. Wenn man die System z.B. im medizinischen Bereich mit genügend Röntgenbilder füttert, werden Maschinen Diagnosen viel besser und vor allem genauer und treffsicherer erstellen als es ein Arzt kann.

Als nächstes ging es zu Justin Lokitz, das Thema Design Thinking und Business Modelle nach Canvas wurde an vielen Beispielen von ihm gut erklärt.

Nach dem Lunch im Mission Rock Resort, eine Terrasse mit atemberaubender Aussicht und gutem Essen geht es weiter zu Propelland. Hugo Girat zeigte uns ausführlich sein Unternehmen und erklärte wie man Mitarbeiter gewinnt, und eine Firma wie seine aufbauen kann. Design und prototyping ist sein Aufgabengebiet, wobei Coca Cola, namenhafte Autohersteller, Gatorade und viele mehr zu seinen Kunden gehören.

Wenn man eine Idee hat und diese als Prototyp bauen will, geht man am besten zum Techshop. Hier werden Maschinen und Werkzeuge bereitgestellt. Einige Erfinder bastelten gerade an ihrem nächsten Startup. Es gab 3D Drucker, Schweissgeräte, Nähmaschinen, Lasercutter und vieles mehr. Man spürte sofort die Energie mit der die Erfinder von heute und morgen über ihren Sachen sitzen und sie vervollkommnen.

Ein gelungener Start in eine vielversprechende Woche.

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Tag 2 – Silicon Valley Inspiration Tour

Tag 2 im Silicon Valley

Morgens wurden wir wieder mit unserem Tourbus von Niki abgeholt und los ging es über die Bay Bridge zur Singularity University und hörten einen sehr interessanten Beitrag von Jody Medich über AR/VR und XR (ausführliche Informationen folgen später). Die Umgebung war ein altes Lagerhaus, was gleichzeitig aus inspirierend war.

Weiter ging es zu 500 Startups in die oberstes Büroetage. Holman Safaee von Lumotune schilderte uns begeistern wie die Idee Werbung auf große Glasflächen digital angebracht werden kann. Sehr ausführlich.

Im B8ta Kickstarter Retail Store kann man neue Produkte testen oder auch kaufen.

Das Hanahaus von SAP geschaffen ist eine prima Umgebung um zu arbeiten und Meetings abzuhalten. Alle Wände sind mit Kreidestiften beschreibbar. Niki Ernst unser Tour Organisator erklährt uns hier ausführlich aber doch in kurzen Worten was disruptiv und exponentielle bedeutet.

Bei Beam Telepresence sahen wir die Mitarbeiter als Roboter mit Bildschirm und Ton. Sie führen umher, redeten mit uns, waren jedoch 1000 de Kilometer entfernt.

Ein Besuch im 49ers Levi’s Stadium mit einer ausführlichen Besichtigung rundete den Besuch ab.
Ein gelungener 2. Tag. Ausführliche Informationen folgen.

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Tag 3 – Silicon Valley Inspiration Tour

Auf geht es zur NASA Ames. Hier im Silicon Valley ist ein Teil des Forschungszentrums der NASA untergebracht. Auf dem Moffett Airfield (das derzeit an Google vermietet ist) befindet sich noch das Metallgerüst des Hanger 1. Im 2. Weltkrieg war hier die USS Macon installiert. Die Besichtigung geführt von Yim Scott war sehr ausführlich. Nach einem Briefing in einem Büro der NASA über die geschichtliche Entwicklung und die heutige Zusammenarbeit mit Profit Organisationen ging es auf dem Gelände zu einem alten Mc Donalds Diner. Der Schnellimbiss war als Büro und Werkstatt eingerichtet. Statt das Tagesangebot an Burgern hingen Karten vom Mond in der Auslage. Ein NASA Mitarbeiter erklärte uns sein Aufgabengebiet: die Digitalisierung von analogen Filmaufnahmen vom Mond. Hierbei gibt es vielerlei zu beachten, natürlich gibt es Parallelen zu Haltbarkeit heutiger Speichermedien. Auch für Festplatten ist ein refresh notwendig. Die Atmosphäre war so beeindruckend dass man dachte man ist in der Filmkulisse von Man in Black. Wenn man einen alten Schrank aufmacht, versteckt sich ein Alien und zur Tür kommt die MiB und blitzdingselt dich gleich, beeindruckend.

Nach dem Lunch ging es zum SAP App Haus. Das Haus wurde ursprünglich von Steve Jobs gebaut und genutzt als er NeXT entwickelte. Jetzt gehört das Gebäude SAP. Eliad Goldwasser gab uns einen guten Einblick in seinen Aufgabenbereich.

Der letzte Punkt der Tagesordnung war das Cogswell College. Ein Multimedia und Grafik Design College. Die Studenten erklärten uns voller Enthusiasmus Ihre Aufgabenbereich. Julius Dobus machte eine beeindruckende Führung mit uns, da möchte man gleich noch einmal anfangen zu studieren.

Ein gelungener Tag drei der Silicon Valley Inspiration Tour.

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Tag 4 – Silicon Valley Inspiration Tour

Tag 4 von mozilla bis zur Stanford University

Bei Asa Dotzler, mozilla eine open source community. Als im Jahre 1991 das Internet gestartet wurde benötigte man auch Browser um Webseiten auf dem Benutzerrechner darstellen zu können. Der erste erfolgreiche Webbrowser für Unix Systeme war der MOSAIC Browser aus dem Jahr 1993 (diesen konnte ich selbst in der Geburtsstunde des weltweiten Internets an der TU Berlin im Jahr 1994 kennenlernen).
Die Firma Netscape entwickelte Ihren ersten kommerziellen Browser einige Jahre später und hatte den Vorteil, dass er auch auf verschiedenen Plattformen zu Hause war. Er wurde für Windows, MACOS und  X-Windows gedacht. Die Firma Netscape hatte damit einen erfolgreichen Durchbruch. Kurze Zeit später trat Microsoft in den Browserkrieg ein. Microsoft beschäftigte über 1000 Ingenieure mit der Entwicklung des Internet Explorers. Dieser wurde zusammen gebündelt mit dem Betriebssystem vertrieben. Dies war rechtlich ein Problem. Für Netscape war es sehr schwer nun ein kommerzielles Produkt zu vertreiben. Der Kampf um den Browser verbrauchte massiv Ressourcen und Netscape war am Ende geschlagen. Der Quellcode wurde von Netscape offengelegt und der Community zur freien Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt.
1999 wurde die teilweise doch recht kompliziert geschriebene Software komplett neu geschrieben und unter dem Namen Gecko als open Source veröffentlicht.  Diese rendering Engine konnte mit dem HTML Standard und vielen weiteren Websprachen umgehen. Durch öffentlich Code Basis arbeiten viele freie Entwickler mit verschiedensten Ideen am Projekt. Mozilla ist Vorreiter von verschiedenen Neuerungen die immer wieder im Browser Firefox eingebaut werden. Tabs und jetzt z.B. Multiprozessorunterstützung bieten gute Vorteile beim Arbeiten im Internet. Die Community wird von vielen kommerziellen Firmen finanziell unterstützt. Asa Dotzler gab uns einen hervorragenden Einblick in die Arbeit von Mozilla.
Unser nächstes Meeting fand bei Huami Wearbles Devices statt. Frederik Hermann gab uns einen guten Einblick in die Zukunft der mobilen Geräte, die persönliche Daten wie Schlafphasen, Sportphasen etc. erfassen und auch in Zukunft zum Öffnen von Autos, Türen etc. genutzt werden können. Gesundheitsrelevante Daten sollen in Zukunft von Ärzten ausgewertet werden können. Huami ist derzeit Weltmarktführer. Die neuste Generation von Smartwatches soll eine Batterielaufzeit von mehreren Wochen besitzen.
Mittags waren wir auf dem Stanford Campus. Die Besichtigung war sehr beeindruckend und wurde von 2 Kursen begleitet. Nach dem Besuch der d.school auf dem Campus wurden uns noch vom Univ. Prof. Dr. Michael Meyer die geschichtliche Entwicklung der Universität erläutert und der Ausstellungsobjekte wie z.B. der erste Google Datenbankserver und ein Nachbau der HP Garage gezeigt. Am Beispiel des Google Servers sieht man eine typische Strategie der Westküste die uns in Europa unterscheidet und vielleicht auch hemmt: Das erste Produkt muss nicht perfekt sein, es dient eher dazu den Markt zu überprüfen und sich auf die wesentlichen Funktionen zu beschränken!
In allem ein sehr schöner und interessanter Nachmittag.

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3d-printed-Shoe

Tag 5 – Silicon Valley Inspiration Tour

der letzte Tag im Silicon Valley

Artifical Intelligence – AI ein Thema was derzeit viele interessiert und was viele Entwicklungschancen hat. De Kai (auch ein Sprecher auf der TEDx) ein Spezialist für AI erklärte uns in einem sehr interessanten Vortrag über Vorteile und Risiken der AI. Das Anlernen der AI liegt in den Händen der Menschen und natürlich wird die AI sich so entwickeln wie wir sie gestalten. Das bringt natürlich aus Risiken mit sich.
Der Vortrag fand in einem Bürogebäude statt in dem ein Meetingraum gemietet wurde. Räume kann man hier überall in der Stadt mieten. Statt ein festes Büro zu beziehen nutzen viele Firmen die Möglichkeit Büros und Meetingräume zu sharen. Dies ist natürlich den sehr hohen Mieten in der Stadt geschuldet, aber auch dem Bewusstsein Ressourcen besser zu nutzen.
Weiter geht es im Tourbus durch Berkeley und Richmond vorbei (links sehen wir noch das San Quentin State Prison) zum nächsten Meeting nördlich der Golden Gate Bride. Diese versinkt gerade in den Wolken die tief vom Pazifik in die Stadt ziehen.
Martin Herman empfängt uns mit seiner Kollegin zu einer Präsentation über die Nutzung von Solar Energie auf der Welt. In einem übersichtlichen Vortrag zeigte er uns die Entwicklung der Kosten und Nutzen von großen Solarfeldern für Photovoltaik Anlagen.
Zurück in die Stadt ging es im rasantem Tempo über die Golden Gate Bride zur Autodesk Gallery.  Hier sieht man viele moderne Beispiele für die Zusammenarbeit zwischen Material und kreativem Denken.
Beeindruckend war ein komplett 3D gedrucktes Kleid, neue Schuhe die aus dem Drucker kommen und natürlich Modelle von verschiedenen Entwicklungen.

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SiliconValley

Das Silicon Valley

Was und wo ist das Silicon Valley?

Das Silicon Valley war nicht immer ein Tal was nach dem englischen Wort für Silizium benannt wurde. Früher einst eine fruchtbare Gegend für Obst- und Orangenbäume entwickelte es sich zu einem Gebiet der Gründer und Hightech Firmen.

Natürlich gibt es auch andere Industriezweige, jedoch der Aufschwung der Elektronik und Computerindustrie brachte dem Silicon Valley den Namen und den wirtschaftlichen Aufschwung ein. Als die Gründer von HP aus einer Garage ihre ersten Röntgengeräte verkauften, die Fairchild Company Aufträge für die ersten Silizium Transistoren erhielt, war der Grundstein gelegt. In der Hippie Zeit gab es viele auch teilweise private Radiosender und damit viele Bastler im elektronischen Bereich in der Gegend.

Die bekannten Stanford und Berkeley Universitäten, und natürlich heute auch noch viele weitere Universitäten und Schulen ziehen junge Forscher und Studenten in die Gegend. Wo sollten die Giganten der Computerindustrie in den 70-90 ziger Jahren diese Menge von jungen innovativen Pionieren finden? Heute sind die einstigen Startups aus der Gegend längst weltweit bekannt und haben Niederlassungen in allen Teilen der Erde.
Google, Facebook, Apple, Cisco Networks (der Name ist wie man gleich sieht dem Namen der Stadt entnommen), HP um nur einige zu nennen.

Das Silicon Valley hat keine klaren Grenzen, es zieht sich vom Süden aus von San José bis nach Redwood City, oder vielleicht inzwischen etwas nördlicher, westlich der Bay entlang. Es pulsiert und sprudelt in seiner Einzigartigkeit und kann durch seinen historischen Ursprung nirgends auf der Welt nachgebaut werden. Wenn man versucht es zu kopieren ist es immer anderes. Das ist auch gut so. Die europäischen Startups in Berlin, Lisbon, Prag, Dresden, in Estonia oder sonst wo sollten es nicht kopieren, sondern eigene Schritte gehen. Diese werden natürlich von ihren Anforderungen, politischen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten geprägt. Man kann nicht Firmen wie z.B. Google kopieren, man muss immer über den Tellerrand schauen, Wege und Lösungen finden um neues und großes zu erschaffen. Es wird kein zweites Google geben, auch kein Instagram oder Airbnb, wenn man was großes schaffen will, muss es immer neue Wege gehen und andere Ideen und Gedankengänge groß machen. Was uns heute fantastisch oder unmöglich erscheint, wird morgen oder übermorgen vielleicht groß und begeisternd sein, wenn wir es nicht probieren und mit Liebe und Ausdauer daran arbeiten, werden wir es nie erfahren.

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Besuch im Computer History Museum in Mountain View

Das Computer History Museum in Mountain View Kalifornien

ist eines der bekanntesten Ausstellungen zu historischen Computern und aktuellen Systemen.
Nachdem ich das ZCOM in Hoyerswerda vor ca. 2 Wochen besuchte, war nun ein Besuch im Silicon Valley angesetzt.
Um es vornweg zu nehmen, das in Hoyerswerda steht im Vergleich super  da, wenn man es wirklich vergleichen kann.

Natürlich findet man im CHM eine Vielzahl an Hardware aus allen Zeitepochen. Längst ausgelöschte Systeme und Firmen werden für die Nachwelt erhalten. Im Jahr 1993 entdeckte ich mit Hilfe des MOSAIC Browsers die Welt des Internets (es war damals noch nicht daran zu denken welche Entwicklung es nehmen wird). Auf einer Silicon Graphics führten wir während des Studiums an der TU Berlin komplexe Rechenaufgaben durch. Das Computer History Museum zeigt die erste Festplatte RAMAC 350 mit einer unglaublichen Speicherkapazität von ca. 4,3 Mbyte, Robotertechnik, Softwareentwicklungen auch Spiele. Zu den aktuellen Ausstellungsthemen zählt auch die Entwicklung der autonomen Fahrzeuge und Fortschritte im Bereich der Fahrzeugcrash Simulation.
Wenn man in der Gegend ist, dann sollte man sich das Museum nicht entgehen lassen. Für mich war es eines der Highlights beim Besuch des Silicon Valley 2018.

Sven Senkpiel

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